Donnerstag, 25. Mai 2006

Plüschmorgenstern mit Anleitung

Da ich bei DSA eine morgensternschwingende (inzwischen sogar ochsenherdeschwingende...) DSA-Söldnerin spiele, musste ich dringend einen Plüschmorgenstern nähen. Hier ist die Anleitung dafür:


Das braucht ihr:

  • Stoffreste, z.B. die Keile, die beim Nähen von Röcken immer anfallen. Tut euch einen Gefallen und nehmt einen Stoff, der nicht elastisch ist, nicht herumrutscht und nicht sonderlich fusselt oder ausfranst. Angenommen, ihr wollt Satin nehmen, näht den Morgenstern lieber von Hand. Wenn ihr beispielsweise Samt verwenden möchtet, versäubert die Nahtzugaben der Stacheln auf irgendeine einfache Weise, z.B. mit durchsichtigem Nagellack. Ich habe so eine Art Wildlederimitat (extrem nähfreundlich!) verwendet. Ansonsten könnte ich mir Leder(-Imitat), Lack, o.ä vorstellen. Wenn man einen dünneren Stoff hat, wäre eine Verstärkung mit Vlieseline sicherlich auch möglich.
  • Füllwatte

Und so geht's:

Der Morgenstern besteht aus 12 Fünfecken. Auf 11 Fünfecken sitzen Stacheln, auf dem 12. Fünfeck eine Schlaufe zum Aufhängen. Zunächst malt ihr also auf euren Stoff 12 Fünfecke und 11 Stacheln auf. Bei den Bildern sind die Nahtzugaben schon dabei. Beim Fünfeck bietet es sich an, die Nahtzugabe beim Schnittmuster als "Rahmen" auszuschneiden und dann jeweils einmal außen und einmal innen herum auf den Stoff zu malen. So hat man gleich beide Linien auf dem Stoff, und wenn man die Teile später zusammennäht, sind alle Nahtzugaben gleich groß, d.h. man muss nicht extra schauen, dass die Nahtlinien aufeinander liegen.

 

Nun werden erstmal jeweils 6 Fünfecke aneinandergenäht. Eines kommt in die Mitte und die anderen fünf werden rundherum an die fünf Seiten genäht. Ich habe dazu jeweils einmal vorwärts, einmal zurück, und nochmal vor genäht, dann sind die Nähte fest und lösen sich nicht mehr von selbst auf. Das gilt auch für alle kommenden Nähte zwischen Fünfecken.

Man erhält also aus den 12 Stücken zwei Kugelhälften, die noch flach liegen. Da müssen nun erstmal die Stacheln drauf, denn wenn die Hälften erst mal halbkugelförmig sind, stelle ich mir das sehr mühsam vor. Zunächst werden die Stacheln vorbereitet. Auf links wird die Naht von der Basis zur Spitze geschlossen. Dabei wird die Nahtzugabe zur Spitze hin immer weniger, aber wenn der Stoff nicht sehr franst, ist das nicht wild, außerdem ist in der Spitze des Stachels eh nicht soviel Platz. Dann werden die Stacheln auf rechts gedreht, wobei man mit einem Bleistift nachhelfen kann. Nun kommt ein wenig Füllwatte in jeden Stachel, auch dabei ist ein Bleistift zum Stopfen ziemlich hilfreich. Jetzt müssen die Stacheln in Form gesteckt werden, sie bekommen ein "Füßchen". Hier mal ein Foto von meinen Stacheln:


Genau so werden die Stacheln dann mittig auf die Fünfecke gesteckt. Festnähen kann man sie nun entweder brav von Hand oder mit der Maschine mit Reißverschlussfuß und ohne Pedal, d.h. mit Drehen am Rad von Hand. Dabei muss man natürlich höllisch darauf achten, dass der Nähmaschinenfuß nicht vom Füßchen des Stachels rutscht, aber ansonsten ging es bei mir erstaunlich gut und schnell. Ich habe auf der einen Hälfte der Kugel auf jedem Fünfeck einen Stachel angebracht, auf der zweiten Hälfte nur auf die fünf außen liegenden Fünfecke Stacheln und auf dem mittleren Fünfeck eine Schlaufe zum Aufhängen.

Für die Schlaufe nehmt ihr einfach ein ca. 1,5 cm breites, 5 cm langes Stück Stoff, faltet es so, dass man keinen Rand an der Längsseite mehr sieht, näht längs einmal drüber und näht es dann als Schlaufe von Hand auf das entsprechende Fünfeck auf (s. auch nächstes Bild).

Sind alle Stacheln angebracht, können die übrigen Nähte zwischen den Fünfecken geschlossen werden. Zunächst die Nähte an den einzelnen Hälften, d.h. die fünf zwischen den Fünfecken, die an einem Mittelteil hängen. (Wenn ich noch einmal Fünfeck schreiben muss, dreh ich durch *g*...) Jetzt solltet ihr eine Halbkugel erhalten, die auf rechts gedreht etwa so aussieht (hier sieht man auch die Schlaufe):


Nun werden die beiden Halbkugeln zusammengenäht. (Vorher wieder auf links drehen! ;-) ) Das sind insgesamt 10 Nähte, ihr näht aber nur 8 zu, sonst lässt sich der Stern mit den dicken Stacheln nicht mehr auf rechts drehen. Eine Ecke von der einen Kugelhälfte kommt dabei immer auf eine Naht der anderen Hälfte, wie im Bild.


Schließlich stülpt ihr den Stern um, so dass die Stacheln außen sind. Nun wird mit Füllwatte gestopft, bis der Stern so fest ist, wie ihr ihn haben wollt. Als allerletztes werden die beiden noch offenen Nähte von außen von Hand und möglichst unsichtbar geschlossen. Fertig!

(Pseudo-)Mittelalterliches

Pseudo-Mittelalterkleid Nr. 1. Der Schnitt ist eine Abwandlung des Twilight-Kleides von Natron und Soda.


Pseudo-Mittelalterkleid Nr. 2. Besteht aus Ober- und Unterkleid, beides ist "Lenda" von IKEA. Das Oberkleid wird an den Seiten geschnürt und ist am Ausschnitt mit meinem ersten Brettchenweb-Borten-Versuch verziert (hier auf dem Bild allerdings noch nicht).


Gugel aus IKEA-Sissi. Macht sich sehr gut im Winter als Schal- und Mützenersatz ;-)


3/4-Kreis-Cape (nach der Anleitung zum Ivy-Cape von Natron und Soda) mit aufgesticktem Drachen und zwei kleinen silbernen Schließen.


MA-Schuhe, aus diversen Anleitungen zusammengefriemelt.

Kopfbedeckungen

Russische Plüschpelzmütze mit Beere.


Piratencowboyhut, nach einer Anleitung von Natron und Soda.

Montag, 22. Mai 2006

Gruftige Kleider

Diese Kleid war eigentlich ein Probestück aus IKEA-Ditte, aber jetzt wird es hinten mit Ösen und Sicherheitsnadeln geschlossen, daher ist es sogar tragbar. Der Schnitt ist ähnlich dem des Candykleids von Natron und Soda.


Das selbe nochmal aus Lack. Nein, es warf nicht immer so komische Falten...


Das Natron und Soda-Bloodroses-Kleid aus rot-schwarzer Spitze.



Ein langes Kleid aus IKEA-Ditte und stretchigem Tüll mit Schmetterlingen. Oben ist es mit Spiralstäbchen in Lacktunneln verstärkt und mit Mini-D-Ringen verziert. Hinten ist eine ziemlich weite Schnürung, wieder mit Mini-D-Ringen. Der Rockteil hat einen hohen, mit Tüll unterlegten Schlitz und ist mit einem französischen Schmetterlingsgedicht bestickt ("Papillons noirs" von Albert Giraud).



Alltagshosen

Meine ersten beiden Hosen. Nach einem Burda-Schnitt. Die zweite hat kleine D-Ringe und Kettenringe als Deko.